Häufig gestellte Fragen
Weshalb hat die Stiftung ihren Sitz in Liechtenstein?
Das Fürstentum Liechtenstein ist der ideale Standort für die Stiftung und gleichzeitig perfekt für die Trainingsprogramme geeignet. Dieses aussergewöhnliche Land ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage und liegt zentral im Herzen Europas. Mit seiner politischen Neutralität und seinen weltweit engen Beziehungen ist das Fürstentum der ideale Standort für die Geschäfte und Tätigkeiten der Stiftung. Die herrlichen Sehenswürdigkeiten des Landes werden die Ausbildungsteilnehmer aus aller Welt begeistern.

Das Leitbild des Staatsoberhauptes, S.D. Fürst Hans-Adam II. von und
zu Liechtenstein, und S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein über gesunde und nachhaltige Formen der Staatsführung zeigt sich im Engagement des Fürstenhauses in Fragen nationaler und politischer Souveränität. Verdeutlicht wird dies unter anderem durch die Gründung des Liechtenstein Institute on Self-Determination an der Princeton Universität und dem kürzlich veröffentlichten Buch des Fürsten The State in the Third Millennium.

Weshalb ist die Plattform effektiver als andere Entwicklungs- und Reformbemühungen?
Jahrzehntelang versuchten Entwicklungsinstitutionen und Geberländer, Entwicklungshilfe auf der ganzen Welt zu leisten. Enorme Summen wurden über die Jahre für externe Experten und Berater ausgegeben, die immer wieder versuchten, ihnen vertraute Modelle und „Lösungen“ in anderen Länder einzuführen – Modelle, die meist sogar in ihren eigenen Staaten ungeeignet waren und sich in den Empfängerländern erst recht als unbrauchbar erwiesen, da sie die politischen, wirtschaftlichen, historischen, juristischen, sozialen und kulturellen Realitäten der Empfängerländer ausser Acht liessen. Der Ansatz der Stiftung ist hingegen diametral anders: statt untaugliche „Lösungen“ einzuführen, konzentriert sich die Stiftung auf lückenlose Wissensvermittlung an Schlüsselpersonen und Entscheidungsträger in einem bestimmten Land in Verbindung mit der Bereitstellung des notwendigen Instrumentariums, das die Umsetzung eben dieses Wissens sicherstellt.

Zusätzlich zum vermittelten Fachwissen und dem entsprechenden Umsetzungsinstrumentarium bietet die Plattform ein umfangreiches öffentliches Bildungsprogramm, welches sicherstellt, dass die Entwicklungsanstrengungen nicht nur erlesenen, informierten Gruppen dienen, sondern dass auch die allgemeine Öffentlichkeit an den Reformen teilnehmen und von den für die Entwicklung des Landes wichtigen Initiativen profitieren kann. Dies erlaubt einem Land, seine eigenen Reformziele zu bestimmen und diejenigen Massnahmen zu ergreifen, die den eigenen, nationalen Interessen und Bestrebungen entsprechen.

Basiert die Plattform auf einem speziellen nationalen Vorbild?
Die Plattform basiert nicht auf einem speziellen nationalen Vorbild, sondern vereinigt in sich die besten Praktiken und Usancen (Best Practices) verschiedener Länder und ihrer Verwaltungssysteme. Die Stiftung hat sich bewusst dafür entschieden, kein bestimmtes Dogma und keinen vordefinierten philosophischen Ansatz in ihrer Plattform zu vertreten, sondern diejenigen Module zu vereinen, die tatsächlich umsetzbar sind und die eine entsprechende Erfolgsgeschichte aufweisen. Dieser pragmatische Ansatz stellt sicher, dass sich die Reform- und Entwicklungsbemühungen eines bestimmten Landes nicht als leere Rhetorik entpuppen, sondern sich auf lange Sicht als effektiv und nachhaltig erweisen.

Wie funktioniert die Plattform?
Die Plattform besteht aus drei Hauptsäulen: Bildung, Infrastruktur und Umsetzung. Jede dieser Säulen besteht aus mehreren Programmen und zahlreichen Modulen, die grundlegenden staatlichen Bedürfnissen dienen. Hierzu zählen unter anderem öffentliche Ausbildung und Kapazitätsaufbau im Programmbereich Bildung; Gesetzgebung und andere regulatorische Reformen, Strukturierung effizienter und effektiver Aufsichtsinstitutionen, Finanz- und Börsenmärkte und Justizreform im Programmbereich Infrastruktur; sowie Durchführung und Verwirklichung von Transaktionen im Programmbereich Umsetzung.

Ein herausragendes Qualitätsmerkmal, das wesentlich zum Erfolg und der Effektivität der Plattform beiträgt, ist neben dem eigentlichen Wissenstransfer der Einbezug aller erforderlichen Werkzeuge zur Umsetzung der Plattformprogramme. So beinhaltet beispielsweise das Modul im Bereich der Gesetzgebung nicht nur ausgiebig kommentierte Mustergesetze mit ihren unterschiedlichen Optionen und Umsetzungsmöglichkeiten, sondern liefert gleichzeitig alle wichtigen Zusatzmodule, die eine Gesetzesimplementierung ermöglichen. Das mit einem bestimmten Projekt betraute Team erhält beispielsweise eine Software mit dem entsprechenden Projektverlauf und der passenden Aufgabenverteilung („wer erledigt was? wie? wann?“) wie auch eine Medienausrüstung und Pressemitteilungen, um den Prozess sowohl den Medien als auch der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und dadurch die dringend benötigte Transparenz garantiert und die Verantwortlichkeiten der einzelnen Teammitglieder festlegt. Durch diesen Ansatz reagiert die Stiftung auf zwei offenkundige Schwächen von klassischen akademischen und technischen Hilfsprogrammen: Zum einen sollen wichtige Entwicklungsinitiativen in den unterschiedlichen Bereichen der Staatsführung nicht länger rein akademische „Übungen“ ohne praktische Anwendungsmöglichkeiten sein. Zum anderen soll auch die technische Hilfestellung nicht länger in den Händen von externen Beratern liegen, die lediglich ausgiebige diagnostische Berichte erstellen und „Lösungen“ anbieten, die auf in ihren eigenen Ländern und Kompetenzbereichen allgemein verbreitete Praktiken zurückgreifen, ohne sinnvolle Umsetzungsrichtlinien und Überprüfungsmassnahmen bereitzustellen. Stattdessen vereint die Plattform wissenschaftliche Qualität mit praktischer Anwendbarkeit, zusammen mit all den Hilfsmitteln, die effektive, handfeste und messbare Resultate sicherstellen.

Wie lange dauert es, bis die Plattformmodule umgesetzt werden können, und wie gross ist der Anpassungsaufwand für die speziellen Bedürfnisse eines Landes?
Ein Land, das sich ein bestimmtes Entwicklungsziel, wie beispielsweise eine umfassende Wirtschaftsreform, gesetzt hat, kann es sich nicht leisten, mehrere Jahre auf Erfolgserlebnisse zu warten, die auch von der breiten Bevölkerung wahrgenommen werden. Diese fehlende Geduld ist ein Grund, weshalb ungeeignete Modelle externer Experten ad hoc eingeführt wurden, statt sich auf die Bildung einer eigenen Expertenschaft innerhalb des Landes zu konzentrieren – Experten, die das technische Wissen, die Fähigkeit und die Integrität besitzen, Reformen in Einklang mit den dem Land eigenen Zielvorstellungen und Realitäten durchzuführen. Die Stiftung hat dieses Problem erkannt und darauf mit einem zentralen Merkmal der Plattform reagiert: Die Plattform ist umgehend einsetzbar und in jeder Hinsicht marktreif. Beispielsweise beinhalten die Bildungsprogramme für die Allgemeinbevölkerung mehrteilige Fernseh- und Radioprogramme mit eigenen Spielsequenzen, die innerhalb weniger Tage produziert und ausgestrahlt werden können. Eine von der Stiftung bereitgestellte Software stellt dabei sicher, dass die Mitglieder des jeweiligen Projektteams angewiesen werden, was von wem zu welchem Zeitpunkt zu tun ist, um die vorgegebenen Fristen und Ziele einhalten zu können.

Gemäss den Anweisungen der Regierung des jeweiligen Landes können sämtliche Plattformprogramme ohne Verzögerung umgesetzt werden. Die Parameter für die Anpassung der unterschiedlichen Module sind ein integraler Bestandteil der Plattform und werden dem Kernteam eines Landes während ihrer Schulung am Ausbildungszentrum in Vaduz erklärt. Aufgrund der nahtlosen Art und Weise, nach der die Anpassungsparameter in die Plattformmodule integriert sind, können die Anpassungen an die Bedürfnisse des jeweiligen Landes umgehend vorgenommen werden, ohne eine Verzögerung in der übergeordneten Umsetzung in Kauf nehmen zu müssen.

Wie kann das Plattformwissen dem Kernteam innerhalb einer Woche vermittelt werden?
Das von einem bestimmten Land ausgewählte und nach Vaduz entsandte Kernteam durchläuft ein sehr intensives Trainingsprogramm im Ausbildungszentrum der Stiftung. Innerhalb einer Woche wird allen Gruppenmitgliedern die Plattform- und Umsetzungsmethodik beigebracht. Zudem erhalten die Teilnehmer eine umfassende Einführung in sämtliche Plattformmodule. Danach werden die Teilnehmer sowohl in Kleingruppen als auch in persönlichen Sitzungen in die jeweiligen, ihren Berufen und Tätigkeitsgebieten entsprechenden Inhalte eingeführt. So erhalten beispielsweise Parlamentarier und Vertreter des Justizministeriums ein intensiveres Training in den gesetzestechnischen Modulen; Bankenvertreter und Vertreter von Aufsichtsbehörden für Versicherungen und Kapitalmärkte werden eingehend in den Aufsichtsmodulen geschult; Anwälte und Richter erhalten eine vertiefte Einweisung in Module der Gerichtsreform; Journalisten und Medienvertreter werden in den modularen Bereichen der öffentlichen Bildung geschult; Lehrer und Akademiker durchlaufen eine intensive Einführung in Module der Kapazitätsbildung.

Diese dichte und zielorientierte Arbeitsweise mit ihren Schwerpunkten sowohl auf Inhalt als auch auf Methodik der Plattform ermöglicht die Vermittlung des Basiswissens der Plattform und der Anwendungstechnik durch intensive Trainingsetappen über einen relativ kurzen Zeitraum.

Wie wird die Anwendung und Umsetzung des erworbenen Plattformwissens in einem bestimmten Land sichergestellt?
Einer der schädlichsten Aspekte fehlgeschlagener Entwicklungs- und Reformbestrebungen weltweit ist, dass unzählige Initiativen, die kapitalkräftig genug und in bester Absicht geplant waren, niemals umgesetzt wurden. Es gibt viele Gründe für diese anhaltenden Misserfolge, wie beispielsweise ungeeignete Auswahlkriterien bei Projekten, mangelnde Unterstützung vor Ort, fehlende Motivation, leichtsinnige Verschwendung finanzieller Mittel für nutzlose Projektmerkmale, unerfahrene Berater oder schieres Desinteresse und fehlendes Engagement trotz anfänglicher Begeisterung.

Trotz der vielfältigen Ursachen gibt es einen gemeinsamen Nenner, der sich in allen fehlgeschlagenen Entwicklungs- und Reformprojekten wiederfindet: das Fehlen präziser, disziplinierter und verbindlicher Richtlinien für das mit der Umsetzung eines Projektes beauftragte Team.. Diese Richtlinien fehlen oftmals nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil keine Anstrengungen unternommen werden, Fachpersonal und Entscheidungsträger vor Ort mit dem Wissen und den Umsetzungsmitteln auszustatten. Währenddessen haben externe Berater natürlicherweise keinen Anreiz, konkrete und verpflichtende Umsetzungsrichtlinien mitzuliefern und Meilensteine in ihre Projekte zu integrieren. Es hat sich als illusorisch erwiesen, von externen Beratern auch die Verantwortlichkeitsparameter für ihre eigene Arbeit zu erwarten. Infolgedessen sind Verzögerungen, Änderungen und gescheiterte Projekte die unweigerliche Konsequenz dieser sich immer wiederholenden Konstellation.

Die Stiftung stellt sich diesem grundlegenden Problem, indem sie dem mit der Umsetzung unterschiedlicher Plattformmodule vor Ort betrauten Team sehr detaillierte und spezifische Zielvorgaben und Meilensteine, die integrierter Bestandteil der Plattformmodule sind, zur Verfügung stellt. Die Nichterfüllung dieser Vorgaben wird automatisch angezeigt und der Projektleitung gemeldet. Dieses bedeutsame Plattformmerkmal ist ein wichtiger Bestandteil für die Rechenschaftspflicht innerhalb notwendiger Entwicklungs- und Reformanstrengungen und stellt gleichzeitig sicher, dass das Fachwissen nicht nur erworben wird – zwar ein lobenswertes Ziel an sich – sondern auch angewendet und umgesetzt werden kann, zum Wohle des Landes und der allgemeinen Bevölkerung.

Wie offenbart sich der greifbare Kurz- und Langzeitnutzen der Plattform?
Die Vermittlung des Plattformwissens an das jeweilige Kernteam eines Landes, welches ausgewählt und zur Ausbildung nach Vaduz geschickt wurde, bringt unmittelbar eine kritische Masse an Experten und Entscheidungsträgern hervor, die sogleich im Besitz der höchsten internationalen Standards (Best Practices) in ihren jeweiligen Spezialgebieten sind und mit dem Instrumentarium ausgestattet werden, das sie für den Erfolg in ihren Verantwortungsbereichen benötigen. Da die Anpassungsparameter Bestandteil der jeweiligen Module sind, können Plattformprogramme ohne Verzögerung umgesetzt und darüber hinaus in sehr kurzer Zeit Resultate erzielen, die auch gemessen und beurteilt werden können. Fernsehserien und Radiosendungen oder Zeitungsartikel zur Weiterbildung der Allgemeinbevölkerung können beispielsweise innerhalb weniger Tage produziert, ausgestrahlt oder veröffentlicht werden; Gesetzesentwürfe können innerhalb weniger Wochen dem Parlament unterbreitet werden. Fachexperten, wie beispielsweise Anwälte, Ökonomen, Richter, Journalisten und Akademiker, die im Plattformbereich Kapazitätsaufbau geschult wurden, erhalten in kürzester Zeit das technische Spezialwissen, um sich beruflich auszuzeichnen. Tatsächlich bieten sämtliche Plattformmodule unmittelbare Anwendungsmöglichkeiten, die konkret empfunden und gemessen werden können, wie beispielsweise eine funktionsgerechte Aufsichtsbehörde, zusätzliche Marktliquidität aufgrund gesteigerten öffentlichen Verständnisses und erhöhter Beteiligungsraten, erfolgreiche Privatisierung staatlicher Unternehmen und ihre Umwandlung in privatrechtliche Körperschaften, sowie weitere, spür- und messbare Resultate.

Mittel- und langfristig führt der erfolgreiche Wissenstransfer gemeinsam mit dem mitgelieferten Instrumentarium zu erhöhtem und unabhängigem Verständnis und Bewusstsein nicht nur unter den Fachleuten, die an der Schulung teilgenommen haben, sondern auch innerhalb der Allgemeinbevölkerung, die von mehrmonatigen und abgestimmten Bildungskampagnen profitieren. Auch diese Form von mittel- und langfristigen Erfolgen kann gemessen und beziffert werden, beispielsweise durch eine gesteigerte Anzahl von Kontoeröffnungen durch Privatbürger, die erkannt haben, dass es weder sicher noch vernünftig ist, ihr Geld unter der sprichwörtlichen Matratze zu verstecken oder einem „Experten“ zu trauen, der eine märchenhafte Investitionsmöglichkeit mit einem 100%-Gewinn innerhalb weniger Wochen verspricht. Derartige Themen und Szenarien werden ausdrücklich und anschaulich in speziell dafür bestimmten Fernsehserien behandelt, die Teil des Plattformprogramms zur Ausbildung der Allgemeinbevölkerung sind.

Um den kurz-, mittel- und langfristigen Nutzen der Plattform zusätzlich zu veranschaulichen und zu erklären, legen die Mitarbeiter der Stiftung während der Schulungen grossen Wert darauf, herkömmliche Messgrössen für den Fortschritt und Entwicklungsstand eines Staates zu hinterfragen. Dies wird erreicht, indem sie das jeweilige Landesteam auffordern, Faktoren wie wirtschaftliches Wachstum und ein gestiegenes Bruttoinlandsprodukt als dominante Parameter für eine gesunde Volkswirtschaft kritisch zu beleuchten und indem sie Rücksicht auf menschliches und soziales Wohlergehen, wie etwa die beträchtlichen gesellschaftlichen Kosten der Arbeitslosigkeit oder die Auswirkungen der Umweltverschmutzung auf die Gesundheit als relevante Faktoren einführen.

Wie kann der Erfolg einer speziellen Plattforminitiative gemessen werden?
Die Stiftung wertet eine Plattforminitiative als erfolgreich, wenn der Wissenstransfer vollständig erfolgt ist und die Umsetzung im jeweiligen Land abgeschlossen wurde. Gleichzeitig sollte das Land, in welchem die Plattformmodule angewandt werden, über die nötigen Hilfsmittel verfügen, um den Erfolg einer speziellen Plattforminitiative zu messen und auch diejenigen Schwachstellen und Mängel zu beheben, die während der Projektabwicklung auftreten (wie beispielsweise eine unbefriedigende Einschaltquote für das TV-Bildungsprogramm).

Um einem Land die Erfolgsmessung einer bestimmten Plattforminitiative zu ermöglichen, hat die Stiftung sowohl Parameter für die Termineinhaltung und -erfüllung als auch konkrete Hilfsmittel in ihre Plattformmodule integriert, um auf mögliche Faktoren, die die Effektivität und den Erfolg einer Massnahme beeinflussen, reagieren zu können (um das oben genannte Beispiel einer unbefriedigenden Einschaltquote für TV-Bildungsprogramme wiederaufzunehmen: es können zielgerechte Werbekampagnen für konkrete Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden; die Auswechslung des Moderators zur Gewinnung einer breiteren oder jüngeren Zuschauerschaft ist möglich; Spielsegmente können in einzelne Fernsehepisoden eingebaut werden, um Zuschauer für die gesamte Ausstrahlungszeit zu gewinnen; oder man kann die Zeit zwischen den einzelnen Episoden soweit verkürzen, dass das Publikum interessiert und beteiligt bleibt).

Wie kann eine Regierung ihre Lizenzausgaben decken?
Eine Regierung kann die Lizenzgebühren für die Plattform grundsätzlich mit Hilfe dreier Massnahmen decken: Erstens die einzelnen Fernsehserien, die Teil des Bildungsprogrammes sind, eignen sich bestens für Sponsoring- und Werbekooperationen. Das Platzieren der Programme während der Hauptsendezeiten kann beträchtliche Beiträge von Institutionen einbringen, die das Sponsoring für eine Sendung übernehmen oder Werbezeit während Sendungen kaufen möchten, zumal diese Sendungen von grossen Teilen der Bevölkerung gesehen werden. Allein das Sponsoring von Fernsehserien erlaubt es der Regierung in der Regel, die Lizenzkosten vollumfänglich zu decken; zusätzliche Sponsoring- und Werbeeinnahmen können der Regierung durch Radioprogramme, Internet und Publikationen zufliessen.

Zweitens, viele Plattformmodule zeichnen sich durch eine gute Anwendbarkeit in Finanzmärkten aus und besitzen einen entsprechenden Marktwert. Hierzu zählen beispielsweise Bereiche wie Corporate Governance, Sorgfaltspflicht und Due Diligence Standards, sowie Vorlagen und Richtlinien für Geschäftsberichte und Emissionsprospekte. Die Regierung kann eine Unterlizenz für die Module an öffentliche und private Akteure im landeseigenen Finanz- und Kapitalmarkt zu bestimmten Lizenzgebühren verkaufen und damit eine Deckung des ursprünglichen Lizenzhonorars der Plattform erzielen.

Drittens, wenn die lizenznehmende Regierung den Empfehlungen der Stiftung folgt und ein Bildungszentrum mit den Ziel aufbaut, den Pool an ausgebildetem Fachpersonal und geeigneten Entscheidungsträgern durch kontinuierliche Schulungen für qualifizierte Kandidaten auszubauen, kann eine Mitglieds- oder Einschreibegebühr von daran teilnehmenden Institutionen eingefordert werden. Diese Gebühr berechtigt die teilnehmenden Institutionen, ihre Vertreter an das Ausbildungszentrum zu schicken, um an den Plattform-Lehrgängen teilzunehmen. Diese dritte Möglichkeit der Rückfinanzierung der Gebühren wird oft mit einer Unterlizenzgebühr für den tatsächlichen Gebrauch der Plattformmodule durch die Teilnehmer kombiniert.

Welche laufende Unterstützung wird nach der Erstschulung in Vaduz durch die Stiftungsmitarbeiter gewährleistet?
Im Anschluss an die Schulung im Ausbildungszentrum in Vaduz leisten die Stiftungsmitarbeiter dem Länderteam laufende Unterstützung, insbesondere bei der Anpassung der Module für eine spezifische Anwendung durch das Länderteam. Die Mitarbeiter der Stiftung stehen dem Länderteam und ihren Betreuern beim Aufbau und der Gliederung eines Bildungszentrums im Lizenzland zur Seite, um die Effektivität der Plattformumsetzung zu gewährleisten. Über das Stiftungsnetzwerk, LFSG Connect, werden die Alumni über Aktualisierungen und Erneuerungen der Plattform informiert.


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